Maximilian Hecker: The Rise and Fall
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The Rise and Fall of Maximilian Hecker: Die autobiografischen Aufzeichnungen des melancholischen Pop-Poeten sind ein intimes Dokument einer Selbstfindung.
»Ich komme aus Bünde, und genauso fühle ich mich auch. Ich habe einen Stock im Arsch. Meine Musik ist das exakte Gegenteil von Bünde; Enge wird zu Weite, Depression zu Größenwahn«, sagt Maximilian Hecker, Singer-Songwriter und Autor dieses offenen und kompromisslosen Werkes, das sich beinahe wie ein Entwicklungsroman liest. Jedoch – das Buch ist kein Roman, Heckers Geschichte ist absolut wahr. In Asien ein Popstar, in Deutschland mit seiner traditionellen Auffassung von Romantik eher ein Einzelgänger, befindet sich Hecker in einem ständigen Ungleichgewicht: auf der einen Seite die ihn vergötternden asiatischen Fans, auf der anderen Seite eine kühle deutsche Öffentlichkeit, mittendrin Hecker, liebessehnsüchtig und getrieben. Maximilian Hecker: The Rise and Fall of Maximilian Hecker 256 Seiten | Klappenbroschur ISBN 978-3-86265-176-4 12,95 EUR (D) |
MAXIMILIAN HECKER
Maximilian Hecker, der zerrissen romantische Berliner Singer-Songwriter, wird 1977 in Baden-Württemberg geboren und wächst in Bünde, Westfalen, auf. In seiner provinziellen Heimat beginnt er, Schlagzeug und Klavier zu lernen. Sein Talent als Songschreiber entdeckt er, als 1994 Kurt Cobain stirbt, und er fängt an, sich das Gitarrespielen beizubringen und Straßenmusik zu seinem Hobby zu machen.
Nach dem Umzug nach Berlin geht alles ganz schnell. Schon nach kurzer Zeit als Straßenmusikant am Hackeschen Markt bekommt Hecker einen Plattenvertrag und bringt 2001 sein international vielbeachtetes Debüt Infinite Love Songs heraus, das von der New York Times unter die zehn besten Alben des Jahres gewählt wird. 2003 wird er vom Goethe-Institut auf eine viermonatige Welttournee geschickt, und bald darauf beginnt seine steile Karriere in Asien; dort werden seine Alben in China, Taiwan, Hongkong und Südkorea veröffentlicht. Elf Asien-Tourneen hat Maximilian Hecker bisher absolviert, sein Gesicht ziert die Cover von asiatischen Musikmagazinen, und seine Lieder untermalen fernöstliche Werbespots von Samsung und Dunkin’ Donuts. Sein siebtes Album Mirage of Bliss wird im Juli dieses Jahres erscheinen. |
DAS BUCH
In The Rise and Fall of Maximilian Hecker, dem autobiografischen Schriftsteller-Debüt des Berliner Musikers, schildert er seine ersten schüchternen Gehversuche in der Berliner Szene, erzählt von seinem plötzlichen Bekanntwerden, von Begegnungen mit Celebritys und schließlich seiner Karriere in Asien.
Auf diesem Kontinent erfährt Hecker die zweifelhaften Vorzüge des Ruhms, dort bemerkt er – zerrissen zwischen Heimat und Ferne, Minderwertigkeitskomplex und Größenwahn, Selbstfindung und Selbstverlust –, dass er ein »Popstar-Legastheniker« ist, und dort schließlich verliebt er sich. In Laura Chan, eine taiwanische Sängerin. Doch ist diese Liebe anders als alles, was Hecker bis dahin diesem Begriff zugeordnet hatte. Diese Liebe strebt nicht nach Körperlichkeit, sie fürchtet nichts, und sie kennt keine Eile. Sie ist das kurze Aufflackern von Heckers wahrem Selbst. Eine Einsicht, zu der er erst kommt, als es zu spät ist; nachdem er »gefallen« ist, nachdem er dieses neue, heilige Gefühl anstatt sich selbst »dem Asiatischen an sich« zugeschrieben hat. Und so endet Heckers Sturz in Dogenzaka, Tokios berüchtigtem Love-Hotel- und Rotlicht-Viertel, wo er in einer kathartischen Nacht eine alles entscheidende Erkenntnis gewinnt. |
LESEPROBE
»Bisher war mein Herz immer noch verschlossen gewesen. Bisher war Taipeh nur so etwas wie die Deluxe-Version meiner bisherigen Asienerfahrungen in Korea. Bisher hatte ich nicht verstanden; war im arroganten, machistischen Checker-Stadium, mein Herz voreingenommen und provinziell, verschlossen vor der Mystik Asiens, vor der Heiligkeit dieses Ortes, vor der Besonderheit dieser Menschen, verschlossen vor Laura. Es geht nicht mehr um Scoren, Checken und diesen ganzen Männerhorde-Scheiß; es geht nicht mehr um Größe und Selbstobjekte. Es geht um Demut. Und Liebe. Und ausgerechnet Laura, dieser fragile Drachen mit dem verschlossensten Herzen, das ich je erlebt habe, öffnet mir mein Herz. Öffnet mir endlich die Augen für die Welt, die Weite, das Fremde; etwas in mir, das ich bisher in dieser Weise nicht gekannt oder gespürt habe – mein inneres Taipeh; ein Ort ohne Gegensätze, ein Ort ohne Dämonen, ein Ort, an dem alles leichtfällt, ein Ort der Mitte, ein Ort, an dem meine ganzen Neurosen mit einem Schulterzucken aufgehoben scheinen.« Maximilian Hecker
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