111 GRÜNDE, HEAVY METAL ZU LIEBEN
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111 GRÜNDE, HEAVY METAL ZU LIEBENDie Zeiten, als Heavy Metal noch mit dem Geräusch eines startenden Düsenflugzeugs verglichen und seine angeblich gesundheitsschädigende Wirkung diskutiert wurde, als die Szene noch irgendwie gemein und gefährlich war und als antibürgerliche Gegenveranstaltung, wenn schon nicht gefürchtet, so doch zumindest herzlich verachtet wurde, sind endgültig passé.
Ozzy Osbourne diniert mit dem US-Präsidenten, H&M verkauft Motörhead-T-Shirts für Kleinkinder, Kulturwissenschaftler veranstalten Symposien über die Ästhetik der Luftgitarre – Heavy Metal ist längst gesellschaftsfähig geworden. Dieses Buch erklärt nicht nur, um was es beim Heavy Metal geht, sondern leistet auch Überzeugungsarbeit. Es macht dich zum Fan. Frank Schäfer: 111 GRÜNDE, HEAVY METAL ZU LIEBEN Ein Kniefall vor der härtesten Musik der Welt Die erweiterte Neuausgabe des Standardwerks mit 33 brandheißen Bonusgründen ca. 300 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag ISBN 978-3-86265-076-7 14,95 EUR (D) |
DAS THEMA
Heavy Metal wurde jahrzehntelang als Proletenmusik geschmäht und von der Mainstream-Musikpresse nicht einmal mit der Kneifzange angefasst. Das hat sich geändert. Nach der langen Nischen- und Ghetto-Existenz ist Heavy Metal in beinahe all seinen extremen Subkategorien wieder Major-Label-tauglich. Und sogar das Dickdenker-Feuilleton verliert die alten Berührungsängste und widmet sich dieser Musik unerwartet häufig.
Das liegt nicht allein an der ungebrochenen, auch auf andere Genres ausstrahlenden Kreativität der Szene, sondern auch daran, dass die Metalheads noch wissen, was sich gehört, und bezahlen, was sie hören wollen. Für die krisengebeutelte Musikindustrie ist Heavy Metal wieder wirtschaftlich interessant geworden. |
DAS BUCH
Dies ist keine Musikhistorie im herkömmlichen Sinne. In kleinen unterhaltsamen und witzigen Geschichten, Variationen, Glossen, Mini-Essays und kritischen Exkursen beschwört das Buch die Faszination dieser Musikrichtung, die ja zugleich viel mehr ist: eine Lebenseinstellung und Weltanschauung nämlich.
Nach dem großen Erfolg des ersten Buches erzählt der Autor nun in 33 Bonustracks neue komische, tragische und tragikomische Geschichten von fast vergessenen Helden (Demon, Badlands etc.), von der sprichwörtlichen Gastfreundschaft der Metalheads, vom Metal im Nahen Osten, von Jerry Cotton, der auch nicht mehr um Heavy Metal herumkommt, und Gary Moore, der im Tod dann doch wieder ein echter Metaller war, von Metal-Dorfdiscos, den einschlägigen Musikvideos, von Anthrax als Modepionieren, vom Doping in der Szene und vielem mehr. Das erste und einzige Lemmy-Lexikon beschließt dieses um ein Drittel erweiterte Standardwerk. |
DAS ZITAT
»Die Polizei winkte gleich ein halbes Dutzend Autos heraus auf den Parkplatz. Zuletzt einen alten roten Golf mit handgesprühten Ornamenten, die man wohl als ›Bang that head that doesn’t bang‹ lesen sollte.
Drei fettzöpfige Juvenile männlichen Geschlechts saßen darin und bangten nun tatsächlich, denn nicht nur die beiden Beifahrer hatten schwer geladen, nein, auch der Chauffeur, dem erst seit ein paar Wochen ohne elterliche Aufsicht den Wagen zu führen erlaubt war, hatte es nicht bei einem obligatorischen Fahrbier belassen, sondern sich überdies auch noch, wie sein großes Vorbild Lemmy Kilmister, diverse Portionen Wodka-O-Saft zugeführt, wenn nicht sogar mit Schwung hinter den Knorpel gegossen. Sie waren zwar betrunken, aber sie waren nicht dumm. Und so staunte der erfahrene Hauptwachtmeister nicht schlecht, als er die Reihe der zu überprüfenden Fahrzeuge abgearbeitet hatte, zu ihnen aufschloss und eine mit drei jungen Kuttenträgern vollbesetzte Rückbank vorfand. Vom Fahrer fehlte jede Spur.« Frank Schäfer |
DER AUTOR
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